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Über diese Website

Die Ausgangsfragen

Vielleicht kennst du das auch: Du bist aktiv, stehst mitten im Leben und sorgst seit Jahrzehnten gut für dich. Und dann tauchen die ersten Fragen auf und lassen dich nicht mehr los:

  • Wie wird es sein, wenn ich eines Tages nicht mehr alles allein bewältigen kann?
  • Wer wird mich unterstützen, wenn meine Kräfte nachlassen?
  • Welche konkreten Hilfen brauche ich dann – und wie finde ich sie?
  • Werde ich eines Tages meine Selbstbestimmung verlieren?
  • Was kann ich dagegen tun?
  • Bin ich mit diesen Fragen allein?

Die Zielgruppe

Wenn du dir diese Fragen auch stellst, gehörst du vielleicht zur Generation der Babyboomer und dann könntest du hier richtig sein: „Selbstbestimmt vorbereitet“ richtet sich an Menschen der Babyboomer-Generation, die sich aktiv mit ihrer Zukunftsgestaltung beschäftigen möchten. Nie zuvor sind so viele Menschen gleichzeitig in diese Lebensphase eingetreten, ausgestattet mit dem Wunsch nach individueller Freiheit, aber häufig ohne das traditionelle familiäre Sicherheitsnetz früherer Zeiten.

Die Babyboomer-Generation verfügt über vielfältige Erfahrungen, Kompetenzen und soziale Ressourcen. Mit diesem Potenzial bietet sich die Chance, Unterstützung im Alter neu zu denken – selbstbestimmt, gemeinschaftlich und orientiert an den eigenen Vorstellungen einer guten Zukunft.

Der Weg ist das Ziel

Die Website möchte einen Beitrag zum Umgang mit zwei Kernfragen leisten:

  • Wie kann ich durch eine selbstbestimmte Vorbereitung bewirken, dass ich im Alter auch bei Unterstützungsbedarf weiterhin nach meinen persönlichen Vorstellungen leben kann?
  • Wie können von dem persönlichen Anliegen aus auch gemeinschaftliche Lösungsansätze für ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützungsbedarf im Alter gefunden werden?

Dafür nimmt die Website die Leserinnen und Leser mit auf eine Entdeckungstour durch eine Vielzahl von Aspekten, die für eine selbstbestimmte Vorbereitung auf Unterstützungsbedarfe relevant sind. Sie lädt dazu ein, sich im eigenen Tempo auf neue Perspektiven einzulassen und die selbstbestimmte Vorbereitung als Chance zu verstehen. Es handelt sich also nicht um einen Ratgeber. Es werden keine einfachen, schnellen und fertigen Lösungen präsentiert.

Der Aufbau

Es werden zwei Ebenen miteinander verknüpft:

Die sachlich-fachliche Ebene: Es werden in kurzer Form ausgesuchte fachliche Erkenntnisse dargestellt. Für die weitere Vertiefung wird auf ausgewählte Publikationen hingewiesen. Es gibt so viele interessante und hilfreiche Veröffentlichungen, die es lohnt zu lesen. Auch das zu zeigen, ist ein großes Anliegen der Website.

Die persönlich-narrative Ebene: Begleitet wird die fachliche Auseinandersetzung durch die Figur der Emma Boom. Sie ist eine Protagonistin, die sich stellvertretend auf Entdeckungstour in die Welt des Älterwerdens begibt. Ihre Gedanken, Fragen und persönlichen Erkenntnisse sind im Text kursiv hervorgehoben. Emma Boom eröffnet einen Zugang zu Fragen, die im Hintergrund mitschwingen – und zeigt, wie sich neue Perspektiven entwickeln können.

Die Struktur

Es gibt 3 Hauptbereiche: Im Bereich 1-Orientierung soll ein Bewusstsein für ausgewählte Aspekte des Älterwerdens entwickelt werden. Der Bereich 2Durchblick möchte grundlegendes Wissen vermitteln.  Der Bereich 3-Gestaltung versucht Möglichkeiten aufzuzeigen, wie jeder und jede aktiv werden kann – für sich und mit anderen.

Jeder Bereich enthält verschiedene Beiträge – wie die Kapitel eines Buches. Die Reihenfolge der Beiträge ist wohl durchdacht. Es macht Sinn, diese Reihenfolge zumindest in einem ersten Überfliegen zu beachten. So wie die Babyboomer früher auch die Musikalben gehört haben – von Anfang bis Ende, danach die Lieblingslieder.

Alle Beiträge stehen als PDF zur Verfügung und können bequem ausgedruckt werden. Die Website kommt damit den vermeintlichen Lesegewohnheiten der Babyboomer-Generation entgegen. Alternativ lassen sich die PDFs auch gut auf einem tablet lesen.

Für den Bereich 4-Beispiele wird in der Praxis nach Beispielen gesucht, die als Vorbild und Motivation dienen können.

Die Website ist mit einem Buchprojekt vergleichbar. Sie ist aber kein Buch. Sie ist nicht fertig und wird es auch nicht sein. Sie bleibt ein fortlaufendes Projekt: Inhalte werden weiterentwickelt, ergänzt und aktualisiert. Neue Themen, Perspektiven und auch Gastbeiträge finden hier ihren Platz. Die Seite versteht sich als wachsender Wissens- und Gestaltungsraum, der sich gerne auch im Austausch mit engagierten Leserinnen und Lesern weiter entfaltet.

Über den Bereich 5-Vertiefung können noch einmal alle ausgewählten Quellen der Bereiche 1-3 in alphabetischer Reihenfolge gefunden werden. Außerdem sind wichtige Organisationen und weitere wissensreiche Websites, interessante Podcasts sowie die Altersberichte der vergangenen Bundesregierungen zusammengestellt.

Auf der Seite Aktuelles wird auf neue Entwicklungen und Publikationen hingewiesen, die noch nicht in die Bereiche 1-4 eingebaut sind oder dort nur am Rande ein Thema sind.

Auf der Seite Gesamt sind noch einmal alle Inhalte chronologisch zusammengestellt.

Die Abgrenzung

Im Fokus dieser Website steht die Perspektive der Menschen, die älter werden: Wie können sie sich persönlich auf einen Unterstützungsbedarf vorbereiten, um selbstbestimmt zu bleiben, gerne auch gemeinschaftlich mit anderen Menschen, die sich ebenfalls vorbereiten wollen.  Damit sollen aber keineswegs  die staatlichen Institutionen aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Sie haben wesentliche Aufgaben im Rahmen von Altenhilfe und Pflege zu erfüllen. Sie haben die Rahmenbedingungen sicherzustellen bzw. neu zu schaffen. Insofern sind z.B. auch kommunale Akteure herzlich eingeladen, die hier betrachteten Potenziale bei der Entwicklung von Konzepten mitzuberücksichtigen und zu begleiten.

Die Lebensphase Alter ist komplex, die Fragestellungen sind vielfältig. Im Zentrum dieser Website stehen die Unterstützungsbedarfe. Viele andere und mindestens genauso wichtige Fragestellungen werden nur gestreift, wie z.B. die Prävention von Krankheiten, die Situation pflegender Angehöriger, politische Aspekte von Care-Arbeit und soziale Ungleichheiten. Letztere führen z.B. dazu, dass nicht alle Menschen in gleicher Weise die Chance haben, sich selbstbestimmt vorzubereiten. Daran muss an anderer Stelle unbedingt bearbeitet werden!

Über mich

Mein Name ist Claudia Handl und ich gehöre zur Generation der Babyboomer*innen. Mein Herzensanliegen ist, einen Beitrag zu einem Thema zu leisten, das uns alle, die älter werden, betrifft: Wie kann ich mich selbstbestimmt auf eine Zeit vorbereiten, in der ich Unterstützungsbedarf haben werde?

Beruflich komme ich aus einer anderen Ecke. Ich bin Diplom-Kauffrau, war einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem betriebswirtschaftlichen Lehrstuhl an der FU Berlin beschäftigt, und bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand in verschiedenen Jobs in Wirtschaft und Verwaltung beschäftigt.

Aber nun ist Schluss damit. Ich hatte mir schon lange vorgenommen, mich im Ruhestand mit anderen Dingen zu befassen.

Während verschiedener ehrenamtlicher Tätigkeiten habe ich gesehen, dass es viele hochaltrige Menschen gibt, die mit ihrem Unterstützungsbedarf allein gelassen sind. Dass zwar für das Notwendigste gesorgt ist, dass es aber drumherum viele Dinge gibt, um die sich niemand kümmert. Auf der anderen Seite treffe ich viele andere ältere Menschen, die aktiv und engagiert sind und möglichst lange selbstbestimmt bleiben wollen. Wie also kann man das alles zusammenbringen?

Dafür habe ich mich in den letzten Jahren fachlich fortgebildet, von Weiterbildungen in den Bereichen „Soziale Altenarbeit“ und „Seniorenberatung“ bis zum Besuch von vielen Workshops und Fachtagungen zu Themen wie „Caring Community“ und „Demenz“. Daneben beziehe ich wunderbare Newsletter zu allen Aspekten des Älterwerdens und werde darüber auf viele großartige Publikationen aufmerksam.

Ich wohne seit einigen Jahren in einem Gemeinschaftlichen Wohnprojekt, so dass mir der Gedanke von gemeinschaftlichen Lösungsansätzen nahe ist. Trotz aller Schwierigkeiten, die diese auch verursachen, haben sie ein großes Potenzial. Ich hoffe, dass ich das auf dieser Website zeigen kann.

Eine weitere wichtige Grundlage dieses Website-Projekts sind verschiedene Austauschformate, an denen ich regelmäßig teilnehme:

  • Die „Caring-AG“ des Bielefelder Netzwerks selbstorganisierter Wohnprojekte, in der wir auf eine zugewandte und konstruktive Art über die Themen des Älterwerdens sprechen. Ich möchte mich dafür herzlich bedanken. Darauf aufbauend hat sich ein „AK Vorsorgegemeinschaft“ des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen entwickelt, der auch wieder neue Sichtweisen hervorbringt.
  • Die „Wohnschule Düsseldorf“, deren Workshops ich regelmäßig besuche. Ich habe darüber viele engagierte Menschen kennengelernt und vor allem viele kreative und überraschende neue Impulse gewonnen. Auch dafür allerherzlichsten Dank!

Ich weiß, dass ich mit dieser Website nicht alle Menschen meiner Generation erreichen werde, aber ich hoffe, dass es einige sein werden und dass ich diesen wertvolle Impulse geben kann.

Ähnlichkeiten mit Emma Boom sind nicht rein zufällig. Es besteht aber keine Übereinstimmung – weder biografisch noch in der Gedankenwelt.

Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass mit dieser Website keine kommerziellen Interessen verfolgt und keine Coaching- bzw. Beratungsangebote gemacht werden.

An  dich

Wenn du Ideen, (Themen-)Vorschläge, Impulse, Fach-/Erfahrungswissen oder neue Aspekte zu dem Thema der Website oder zu einzelnen Beiträgen hast und mir diese mitteilen möchtest, damit ich sie einbaue, wenn sie passen, dann nehme gerne Kontakt zu mir auf.

Ebenfalls bin ich an Vorbildern einer Sorgenden Gemeinschaft interessiert, von denen wir alle lernen können. Wenn du ein solches kennst, teile mir das ebenfalls gerne mit.

Ich freue mich, wenn sich das Projekt auch mit deiner bzw. eurer Hilfe weiterentwickelt!